@homer
Ne ne, ich glaub du weißt nicht worauf ich genau hinauswill
OK, wir müssen hier erstmal ganz stark differenzieren!!
1) was ist theoretisch machbar
2) Was diese Firma von der Theorie in die Praxis umsetzt
Fangen wir bei Punkt 2 an, das wird wohl einfacher sein.
Da ich selbst sehr gut weiß, was das für ein Aufwand ist, denke ich dass dort nur 10% umgesetzt werden.
Kommen wir aber zu Punkt 1.
Meine Anmerkung zu mehrlagigen schweißen bezog sich nicht darauf, dass da dann mehr "Material" ist, sondern dass durch die weiteren Schweißnähte ein Wärmeeintrag in die andere Schweißnaht erfolgt!!!
Das ist einer Wärmebehandlung sehr ähnlich.
Das mehrlagige schweißen hat also nichts mit der Menge an Schweißgut zu tun, sondern viel eher mit der Qualität der Schweißnaht!!
Dieses Prinzip wird in der Praxis SEHR oft angewendet.
Ganz einfaches Beispiel:
Im freien muss ein 100m langes Rohr geschweißt werden. Aufgrund der enormen länge ist keine Wärmebeahndlung mehr möglich, daher wird einfach eine zweite Schweißnaht über die erste gesetzt.
Hier ist es von Vorteil, wenn man genau weiß, was bei schweißen passiert.
Durch den Wärmeeintrag beim schweißen wird das Material schlagartig erhitzt, welches auch genauso schnell wieder abkühlt.
Die extrem schnell Abkühlung bietet einen guten Nährboden für Dentride (grobkörnige Stengelkristalle)
Dieses grobkörnige gefüge macht die Schweißnaht erst "anfällig"
Daher für man ja auch eine Rekristallisationsglühung durch!!
Die kann halt auch die mehrlagiges schweißen erfolgen.
Ich selbst habe schon viele Schweißnahten untersucht und kann daher sagen, dass da nix vom Himmel runtererzählt ist.
Hier mal ein paar Bilder von Probenuntersuchungen die ICH dürchgeführt habe
Schematische Darstellung der einzelnen Schweißlagen:

1) Wärmeeinflusszone
2)Schweißgut
3)Lunker
4)Decklage mit Dentriden

Übergang Grobkorn zu Feinkorn

Übergang Grundmaterail zu Schweißgut

1)Ganz oben die Stengelkristalle!!!! (DECKLAGE)
2)Übergang zur vorhergehenden Schweißnaht
3)Übergang Schweißgut-Lunker-Grundmaterial

Ich denke, wenn an das RICHTIGE Know-How anwendet, dann ist eine geschweißte Welle genau so gut.
Man muss halt gewisse Regeln beachten.
-Schweißnahtvorbereitung
-Schweißmethode
-Schweißzusatz
-Wärmeeinfluss / -eintrag
-Form- und Kraftschluss
-Nachbeahndlung
-wuchten
-usw usf
Ich denke, es liegt also wirklich an dem oben ganannten Punkt 2 - nämlich dass es an der umsetzung scheitert!!
Fragen, Anmerkungen, Kritik???